Neuwieder Rundschau

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Einwohnermeldeamt testet technische Neuerung

Probe in Neuwied: Eine von nur acht Behörden landesweit

NEUWIED. Die Stadtverwaltung Neuwied ist EDV-technisch auf einem sehr guten Stand. Das ist auch dem Land bekannt, das die Neuwieder Behörde erneut für Testzwecke einspannt. Worum geht es dieses Mal? Um eine Maßnahme, die ab Frühjahr 2020 greift: Sämtliche Einwohnermeldeämter des Landes sind dann mit einer neuen Software ausgerüstet. Doch die muss natürlich im Vorfeld unter realen Bedingungen getestet werden.

Die zentral in Rheinland-Pfalz für das Meldewesen Verantwortlichen haben dazu das Einwohnermeldeamt Neuwied als eines von landesweit nur acht Ämtern auserkoren. Warum gerade Neuwied? Gerhard Wingender, Leiter des städtischen IT-Amts, klärt auf: „Wir waren schon bei der Einführung des elektronischen Personalausweises Vorreiter. Das hat damals gut funktioniert, daher baut das Land erneut auf unsere Expertise. Das Neuwieder Bürgerbüro ist zudem eines der wenigen im Land, das Einwohnermeldewesen und Kfz-Zulassung unter einem Dach vereint hat.“ Carla Weßendarp, Leiterin Bürgerbüro: „Mit den ersten Tests wurde bereits begonnen. Für eine Bewertung ist es aber noch zu früh. Es freut uns, dass wir ausgewählt wurden und so aktiv an den Neuerungsprozessen mitwirken können. Gleichzeitig ist es auch eine Bestätigung für die gute Arbeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bürgerbüros.“

Das ist beispielsweise für Bürger bei einem Umzug praktisch, weil er mit einem Behördengang zwei Angelegenheiten abwickeln kann. Für das IT-Amt ist eine solche Zusammenlegung etwas Besonderes, weil beide Bereiche spezielle Anforderungen an die eingesetzte Technik haben und auch jeweils spezielle Scanner und Drucker nutzen. „So muss der Drucker für Meldewesen in der Lage sein, dokumentenecht vorläufige Dokumente zu drucken. Dieser Drucker ist aber nicht geeignet, um im Bereich Kfz die Zulassung Teil 1 und Teil 2 zu drucken“, erklärt Wingender. „Das Meldeamt benötigt einen Flachbettscanner, im Kfz-Bereich ist aufgrund der Anzahl der Dokumente ein Einzugscanner erforderlich. Und mit einem Finderabdruckleser wie ihn das Meldeamt für Pässe und Personalausweise benötigt, hat die Kfz-Abteilung nichts zu tun.“

Im Rahmen der Umstellung wird außerdem noch eine weitere technische Neuerung ausprobiert: die elektronische Unterschrift. Sie ist ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung. Carla Weßendarp führt hierzu aus: „Bei der Beantragung von Ausweisdokumenten unterschreibt der Antragsteller zukünftig auf einem Tablet anstatt wie bislang auf Papier. Neben der Unterschrift auf erforderlichen Erklärungen, die bei der Beantragung von Ausweisdokumenten abzugeben sind, erfolgt auch die Unterschrift, die später im Ausweisdokument abgebildet ist, direkt mittels Tablet. Der Antrag kann dann ohne weitere Zwischenschritte – wie etwa dem Einscannen – direkt an die Bundesdruckerei weitergeleitet werden. Aufgrund der Größe des Tablets ist ein bequemes Unterschreiben und Lesen möglich. Das Ganze führt zu einer Optimierung der Prozessabläufe, die Bearbeitungszeiten werden mit der elektronischen Unterschrift verkürzt.“

Neuwieder Rundschau vom Mittwoch, 2. Oktober 2019, Seite 1 (58 Views)

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